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Posts mit dem Label "Notschlachtung" werden angezeigt.

Der Star Dreck unter den Fingernägeln

So etwa ab Mitte der Zwanzigzehner Jahre begann in den USA ein Shift in der Produktion von Fortsetzungen bekannter Franchises, die vor allem eins gemeinsam haben: Dekonstruktion und mutwilliges Herumtrampeln auf dem Originalmaterial. Quasi als verhöhnende Entschuldigung wurden gleichzeitig die Memberberries-Maschinengewehre durchgeladen und abgefeuert.    "Sehet die Dinge, die ihr von früheren Tagen kennt! Jetzt liebet unsere Darreichungen zu euren kulturellen Favoriten!"  Dazu zähle ich unter anderem Star Wars, Star Trek, Doctor Who, Alien, Ghostbusters, The Witcher oder auch Umbrella Academy . Die beiden Letztgenannten gab es zuvor nur in Form von Büchern und Videospielen bzw einer sehr kurzen Comicbuchreihe. Das Prinzip war hier aber das Gleiche. Zur Beantwortung der Frage nach dem Warum kann ich nur Spekulieren. Obwohl hier und dort immer wieder Ansätze interessanter Ideen hervorlugen, vermute ich eine Mischung aus folgenden Zutaten: Unkenntnis der Vorlage bzw Unvers...

Der Herr der Ringe - Rückkehr des Königs

„Ladys and Gentlemen, willkommen zum heutigen Schaukampf im Schlechtgewichtsboxen. In der linken Ecke haben wir den Titelverteidiger J.R.R. Tolkien. In der rechten Ecke bereitet sich der Herausforderer Peter Jackson auf seinen Gegner vor. Wer meine Damen und Herren wird den Kampf gewinnen? Das wird heute äußerst spannend werden. Während Tolkien mit einer Menge Erfahrung auf seiner Seite mit Sicherheit nicht so schnell in die Falle zu locken sein wird, kann Jackson mit einem übermächtigen Budget aufwarten.“ „Ring frei für Runde 1!“ Der Herr der Ringe - ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick Teil 3 - Die Rückkehr des Königs Der Vorspann des letzten Teils der Trilogie beginnt und ich versinke in einem dösigen Schlaf und Träume ein albernes Celebrity Deathmatch herbei. - Wie, schon zu Beginn des Films? Irritiert wache ich auf, schaue auf die Leinwand und lummere dann doch noch ein bisschen weiter. Was war nochmal passiert? - Ach ja, Jackson kam auf eine äußerst brillante Idee: „Och, ich ...

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Nächster Fall! Guten Tag. Bevor wir starten, klären wir zunächst die Personalien. Wie lautet ihr Name? Peter Jackson, euer Ehren. Bitte setzen Sie sich und klauben sie sich das Kraut von der Front, das ihr Haar zu sein scheint. Ah, danke, sie sitzen doch mit dem Gesicht zum Gericht. -  Was sind Sie von Beruf? Regisseur. Was verdienen sie so in etwa pro Film? Kommt drauf an, aber es wird ein ganzer Arsch voll sein. Herr Staatsanwalt, bitte verlesen sie die Anklageschrift! *räusper* Mr. Jackson, Ihnen wird zur Last gelegt den Film „Die Zwei Türme“ verbrochen zu haben. Dabei gestaltet sich diese cineastische Zeitverschwendung wie folgt:  Der Film beginnt mit der schlechtesten Szene des ersten Herr der Ringe Filmes, für den sie sich ebenfalls zu verantworten haben... Der Herr der Ringe - ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick Teil 2 - Die Zwei Türme Gandalf wirft sich in Moria in den Tod und dem Balrog hinterher. Dabei zeigen sie, wie der Zauberer mit dem Monster im Fallen kämpf...

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

Als 2001 der erste Teil von Peter Jacksons der Herr der Ringe Verfilmung im Kino anlief, war ich hyped. Nicht nur hatte ich die Vorlage unzählige Male gelesen, sondern war auch noch ein Fan von Jacksons bisherigen Werken. Ihm traute ich einen schmutzigen Genrefilm zu, der nicht mit Gore geizte. Mir war klar, dass eine 1:1 Umsetzung weder zu erwarten noch sinnvoll war, aber es gab ja schon die Ralph Bakshi Verfilmung. Die hatte zwar einige Probleme, aber der Plot der ersten drei Bücher war relativ gut heruntergedampft worden. Dadurch war alles sehr gehetzt erzählt gewesen, aber die essentiellen Parts waren erhalten geblieben. Jackson hatte für deutlich weniger Plot von nur zwei Büchern immerhin eine gute Stunde mehr Zeit zur Verfügung. Ich war zuversichtlich, dass das funktionieren konnte. Im Kino dann die Enttäuschung. Ja, ich bin einer der wenigen, der sagt: Das ist in der Top-5 der miesesten Romanumsetzungen ganz oben mit dabei. Jahrelang kam man medial um das Thema nicht herum und ...

Akute Reisewarnung auf diesem Flieger!

    Wenn ein Film halbwegs erfolgreich mit einem neuen oder lange nicht mehr genutzten Plotkonzept im Kino läuft, kann man Wetten abschließen wie lange es dauern wird, bis die Trittbrettfahrer und Rip-Offer aus ihren Löchern gekrochen kommen. So geschehen mit Bullet Train von David Leitch. James Madigan gibt sich in seinem 20 Mio US $ teuren Regiedebüt Fight or Flight sichtlich Mühe aus einem Drehbuch, das aus zusammengeklaubten Referenzen zu Last Boy Scout , Crank und  Bullet Train und   mäßigen eigenen Ideen besteht, einen halbwegs erträglichen Film zu erschaffen. Am Ende scheitert es dann mit Ansage an ebenjenem Drehbuch. Keiner der Beteiligten wird sagen können, dass man ernsthaft dachte, einen guten Film daraus machen zu können.  Lucas Reyes (Josh Hartnett), ehemaliger Secret Service Agent, ist seit Jahren auf der Flucht und hat sich dem Alkohol ergeben, als er von einer Bekannten mit einem Angebot gelockt wird. Er soll eine Agentin/Terroristin/Aktivisti...

Zwei Cent für den Dummbrunnen

Ein Sargnagel für's Genre   Ich mag Abenteuerfilme. Geschichten, in denen es um die Erforschung alter Stätten geht, um mystischen Klimbim aus der Vergangenheit, Schätze, die ihrer Entdeckung harren. Eine schöne Mischung aus historischen Faktenkrümeln, gemischt mit einer handvoll erinnerungswürdiger Figuren und ein wenig gut gemachter Action ist mir am liebsten.  Von mir aus kann man sich auch gleich alles aus den Fingern saugen und auf historische Bezüge komplett pfeifen. Ja, ich mag das Genre immer noch, obwohl Hollyood seit langer Zeit bestenfalls mittelmäßige Vertreter produziert. Die Vermächtnis-Reihe , der fehlbesetzte Uncharted Film, Tomb Raider,  die meisten Dan Brown Verfilmungen, der James Mangold Indiana Jones ... irgendwie trifft man in Hollywood den Ton nicht mehr.  Selbst Filme, denen ich etwas abgewinnen kann, haben ihre Probleme. Beispielsweise Sahara mit William H. Macy, Matthew McConaughey, Steve Zahn und Penelope Cruz. Der Film hatte ausgeprägte ...