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Posts mit dem Label "Abenteuer" werden angezeigt.

Klunkergefühle

Ja, das ist eins der offiziellen Filmplakate gewesen Die Frage, die sich bei alten Werken immer stellt, lautet: halten sie dem heutigen Blick stand? Hat der Zahn der Zeit von einer kümmerlichen Ruine abgesehen überhaupt etwas übrig gelassen? Steht da in meinem Regal eigentlich ein Cringefest oder ist das auch heut noch OK? Oft retten sich Filme von Anno Dunnemals nur durch die Nostalgiebrille in die Gegenwart. Auch wenn ich wieder klingen mag wie ein vorgealtertet Zottelzausel aus dem Altersheim, der vom Krieg erzählt; eins können mir die Schamhaarazubis da draußen glauben: Jeder, der sich Sachen anschaut, die man in Kindheit oder Jugend gefeiert hat, riskiert einen Realitätscheck, der gelegentlich sogar einer Horrorprobe gegen Cthulhu nahe kommt. Da ich unbelehrbar bin, pfeife ich viel zu oft auf den Ratschlag Dinge einfach in guter Erinnerung zu behalten. Unlängst geschehen mit dem 1984er Film  Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten - oder wie er im Original heißt: Romancing the...

Indy ist tot, es lebe Indy!

Nachdem Indiana Jones in seinem letzten Filmabenteuer von James Mangold dekonstruiert bzw. geradezu hingerichtet worden ist, hatte ich wenig Hoffnung in The Great Circle gesetzt, zumal mich der Titel an Dial of Destiny erinnerte, mit dem Unterschied, dass The Great Circle noch profaner klang.  Gute Nachricht zu Beginn: ich sollte mich täuschen. Der Große Kreis bietet die beste Indy-Geschichte seit langem. Dabei entließ mich der Einstieg noch mit einem unguten Gefühl in die eigentliche Handlung. Man hatte sich entschieden einen Prolog vor den eigentlichen Prolog zu setzen: die erste Sequenz aus dem Film Jäger des verlorenen Schatzes dient hier in einer 1:1 Umsetzung als Tutorial. Nicht falsch verstehen! Das schaut super aus und funktioniert auch grundsätzlich, hat aber mit der restlichen Handlung nullkommanix zu tun und wirkt daher wie ein angetackertes Nostalgiezäpfchen.  Sofort befürchtete ich, der Prolog würde den Standard für die gebotene Kreativlosigkeit im Rest der S...

Zwei Cent für den Dummbrunnen

Ein Sargnagel für's Genre   Ich mag Abenteuerfilme. Geschichten, in denen es um die Erforschung alter Stätten geht, um mystischen Klimbim aus der Vergangenheit, Schätze, die ihrer Entdeckung harren. Eine schöne Mischung aus historischen Faktenkrümeln, gemischt mit einer handvoll erinnerungswürdiger Figuren und ein wenig gut gemachter Action ist mir am liebsten.  Von mir aus kann man sich auch gleich alles aus den Fingern saugen und auf historische Bezüge komplett pfeifen. Ja, ich mag das Genre immer noch, obwohl Hollyood seit langer Zeit bestenfalls mittelmäßige Vertreter produziert. Die Vermächtnis-Reihe , der fehlbesetzte Uncharted Film, Tomb Raider,  die meisten Dan Brown Verfilmungen, der James Mangold Indiana Jones ... irgendwie trifft man in Hollywood den Ton nicht mehr.  Selbst Filme, denen ich etwas abgewinnen kann, haben ihre Probleme. Beispielsweise Sahara mit William H. Macy, Matthew McConaughey, Steve Zahn und Penelope Cruz. Der Film hatte ausgeprägte ...