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Lifestyle Teilzeithelden

Nachdem ich vor einiger Zeit bereits ausführlich über die Apple TV Serie Slow Horses berichtet habe, kam inzwischen eine weitere Serie basierend auf Romanen des Autors Mick Herron heraus. Ebenfalls bei Apple TV läuft Down Cemetery Road , benannt nach dem ersten Roman der vierteiligen  Zoë Boehm Reihe. Die erschien von 2003-2009, also noch vor der weiterhin laufenden Slow House Buchserie (ab 2010). Nachdem dort auch Staffel fünf wieder furios abgeliefert hat, hatte ich entsprechend hohe Erwartungshaltungen bezüglich Down Cemetary Road . Zu einem guten Teil wurden diese auch erfüllt. Zoë Boehm (Emma Thompson) ist eine Privatdetektivin, deren Ehemann Joe Silverman (Adam Godley) mehr schlecht als recht die gemeinsame Detektei leitet. Eines Tages taucht Sarah Trafford (Ruth Wilson) dort auf. Anstatt wie üblich einem untreuen Ehemann nachspionieren zu lassen, hat sie ein ungewöhnliches Anliegen. Nach einer Gasleitungsexplosion in Sarahs Viertel kamen die Eltern eines kleinen Mädchens um...

Die Serie mit Chris O'Dowd, deren Namen ich mir ums Verrecken nicht merken kann

... The Big Door Prize...  Himmelarschundzwirn! Es gibt Namen, die man sich nicht in Erinnerung rufen kann, selbst wenn das eigene Leben davon abhinge. Hielte man mir eine Pistole an die Stirn und würde verlangen den Namen der belanglosesten Bewegtbildproduktion zu nennen, die ich 2025 gesehen habe, ich würde sagen: "Drück ab! Das wird nix mehr." Kein Scherz! Ich musste den Namen zunächst nochmal in der Suchmaschine finden, nur um gerade eben erneut zur ersten Zeile dieses Textes zu schielen, weil ich mir bereits nicht mehr sicher war. Funfact am Rande: während ich am Text arbeitete, kam meine Frau kurz rein und wollte wissen, um was es diesmal gehen würde. "Die Chris O'Dowd Serie, die wir geschaut haben." , antwortete ich ihr, worauf sie die Stirn in Falten zog und beim Rausgehen meinte, dass sie sich den Titel der Show Null merken kann. Immerhin bin ich nicht allein mit dem Problem.  Das finale Verdikt habe ich bereits gespoilert, also schleichen wir direkt zu...

Machine Head und der Irrelevanten-Report

Wann immer etwas Schreckliches auf der Welt geschieht, stellen die Menschen die nachvollziehbaren Fragen nach dem Wer, Warum und Wieso hat man das nicht verhindert? Gerne wird im Zuge der öffentlichen Diskussion dann der Ruf nach mehr Polizei laut. Die fordert im Anschluss selbstredend, wie viele oftmals sehr konservative Politiker, mehr Ausrüstung zur Überwachung der Bevölkerung ein. Grundrechte sind dabei natürlich im Weg. Besonders wenn wie bei uns anlassloses Datensammeln verboten ist. Über die Qualität der Umsetzung dieses Grundsatzes darf an dieser Stelle freilich diskutiert werden. So nutzen einige Bundesländer bereits Software von Palantir, um große Datenmengen in Ermittlungen auszuwerten. Stellt sich an dieser Stelle die Frage, wo die Daten herkommen und ob deren Vorhaltung überhaupt rechtens ist.  Ich schreibe diese Zeilen übrigens zu einem Zeitpunkt, als man mal wieder die Vorratsdatenspeicherung aus dem Grabe schleift und implementieren will. Man kann ja nur dagegen sei...

Die rotierenden Gärten von Babylon

Als ich diesen Blog begann hatte ich auch Serienbesprechungen auf der Agenda. Diese sind bislang eher kurz gekommen, was vor allem daran liegt, dass sich mein Fokus in den letzten Jahren wieder auf Filme verschoben hat. Ich habe mir folgende Konstellationen überlegt, die für eine Besprechung Sinn ergeben: 1. abgeschlossene Serien 2. Serien, die mit jeder Staffel abgeschlossen sein könnten 3. Absolute Dumpsterfire, vor denen man warnen muss Eine Kategorie Zwei Serie habe ich bereits im Juli vorgestellt. Slow Horses wird, wie die Bücher, zum Ende hin immer abgeschlossen. Somit wäre eine Absetzung schade, aber nicht weiter tragisch. Heute hab ich einen Kandidaten, der zu den abgeschlossenen Serien gehört und aus mehreren Gründen etwas besonderes ist: Babylon 5 . In der Sci-Fi Serie, die von 1993 bis 1998 produziert wurde, dreht sich alles um eine rotierende Raumstation - ok, der Joke war billig, lag aber nutzlos hier rum. Babylon 5 , so der Name der Station, soll als neutraler Ort fung...

Ein Stall voller erschossener Pferdchen

  Nachdem ich in den letzten Wochen wieder ganz böse war und schrecklich viel Gestänkert habe, wird es Zeit mal wieder eine Produktion zu loben. Seit Beginn der Pandemie etwa begann mein Interesse für Serien zu erlahmen. Man wurde seither beinahe mit einer Masse an mittel- bis unterklassigen Produktionen aus der Vorhölle, die ich Streamingdienst nenne, erschlagen. Filme wurden zu mehrstaffeligen viel zu lang gezogenen Serien zurückentwickelt, die nur einer Funktion dienen: "Haltet die Abonennten so lange wie möglich im eigenen Programm! Hauptsache sie gucken nichts bei der Konkurrenz."  Ab und an kommt aber doch noch etwas Sehenswertes heraus. So geschehen auf AppleTV mit der bislang vier Staffeln laufenden Serie Slow Horses von Showrunner Will Smith. Nein, nicht der Backpfeifen-Will, sondern der britische Autor und Comedian. Wie die meisten guten Serien der letzten Jahrzehnte, basiert auch Slow Horses auf einer Buchserie. Die inzwischen acht Hauptbände umfassende Reihe Slo...