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Ihr seid ja alle Crank!

Jajaja, mordsmäßiger Joke, ich weiß. Den hat noch niemand gebracht, wenn es um Mark Nelvedins und Brian Taylors Brainrot-Actionfilmduett Crank geht. Zweitausendsechs und Neun kamen die ersten beiden Teile einer nie vollendeten Trilogie ins Kino, um die Zuschauenden auf High-Speed am Nasenring durch die Manege zu schleifen. Hach, es ist tragisch, dass wir nie das Ende dieser unglaublich epischen Handlung erleben werden.  Öhm, worum ging es eigentlich nochmal? Chev Chelios ist ein Profikiller, der sich mit den Falschen angelegt hat. Soweit so passend für das Jason Statham Portfolio aus ehemaligen Söldnern, Agenten und Freizeit-Ein-Mann-Armeen, die ihre Superkräfte mit dem Seepferdchenabzeichen beim DLRG, dem Verlaufen im Wald mit den Pfadfindern, dem Durchführen einer Rochade im Schachclub oder beim Mixen eines London Mule bei den Anonymen Knochenbrechern erworben haben. Irgendwie ist es passend, dass er sich bereits vor zwanzig Jahren selbst parodiert hat, also bevor er ein Klischee...

Raus aus der Komfortzone

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Für Nathan Caine (Jack Quaid) birgt dieses Sprichwort eine überlebensnotwendige Binsenweisheit. Nathan wurde nämlich mit einer Erkrankung geboren, die ihn keinerlei Schmerz fühlen lässt. Das ist extrem gefährlich, da Schmerz ein wichtiges Signal des Körpers ist, das auf Krankheiten und Verletzungen hinweist. Nathan könnte sich versehentlich mit der Kettensäge ein Bein amputieren und würde es erst merken, wenn ihn der Blutverlust in die Besinnungslosigkeit treiben würde. Oder um ein weniger drastisches Beispiel zu nennen: er würde einen Stein im Schuh nicht spüren und ihn sich daher in die Fußsohle einarbeiten. Daher lautet sein Lebensmantra: Unfallverhütungsvorschriften. Diese trägt er wie eine Monstranz vor sich her. Neben dem Präparieren seiner Räumlichkeitenen gehört dazu auch sich von Menschen weitestgehend fernzuhalten. So verbringt er seine Freizeit meist in Onlinespielen. Dann eines Tages taucht eine neue Kollegin in seiner Bank auf un...

Akute Reisewarnung auf diesem Flieger!

    Wenn ein Film halbwegs erfolgreich mit einem neuen oder lange nicht mehr genutzten Plotkonzept im Kino läuft, kann man Wetten abschließen wie lange es dauern wird, bis die Trittbrettfahrer und Rip-Offer aus ihren Löchern gekrochen kommen. So geschehen mit Bullet Train von David Leitch. James Madigan gibt sich in seinem 20 Mio US $ teuren Regiedebüt Fight or Flight sichtlich Mühe aus einem Drehbuch, das aus zusammengeklaubten Referenzen zu Last Boy Scout , Crank und  Bullet Train und   mäßigen eigenen Ideen besteht, einen halbwegs erträglichen Film zu erschaffen. Am Ende scheitert es dann mit Ansage an ebenjenem Drehbuch. Keiner der Beteiligten wird sagen können, dass man ernsthaft dachte, einen guten Film daraus machen zu können.  Lucas Reyes (Josh Hartnett), ehemaliger Secret Service Agent, ist seit Jahren auf der Flucht und hat sich dem Alkohol ergeben, als er von einer Bekannten mit einem Angebot gelockt wird. Er soll eine Agentin/Terroristin/Aktivisti...