Die Zeit ist unser größter Gegner. Unkontrollierbar und unbesiegbar zieht sie uns linear vom Gestern durch das Heute nach Morgen und bewegt uns nach unserer Geburt unaufhaltsam unserem Tod entgegen. Niemand kann die Zeit besiegen. Am besten man unterlässt diesen törichten Versuch am gleich ganz. Es sei denn man ist ein Geschichtenerzähler. Nur diese Zunft besitzt die Macht die Zeit zu kontrollieren. Manchmal wird sie gestaucht, dann wieder gedehnt, manchmal so stark, dass sie stillzustehen scheint. So versucht sie zu verhindern, dass die Figuren ihr Ziel erreichen. Dann wieder bewegt sie sich wieselflink durch die Jahre, nimmt uns durch schnell aneinander gereihte Bilder durch die Handlung mit zum nächsten POI des Plots. Hin und wieder bewegt sie sich in schraubenden Bewegungen vor und zurück oder auf und ab oder springt wie ein Raumschiff in Nullzeit an einen anderen Ort. Ein geschickter Erzähler weiß diese Macht zu nutzen, um die Geschichte spannend, unterhaltsam oder lehrreich zu ge...
Die Masters of the Universe Actionfiguren sind ein Testosteron durchtränkter Designalbtraum. Bei derart massiv ausgeprägten Muskelgruppen sollte ein Mensch nicht mehr in der Lage sein sich auch nur einen Millimeter in irgendeine Richtung zu bewegen, ohne sich dabei selbst zu behindern. Nun sind die Figuren und die Animationsserie (1983-1984), auf denen der aktuelle Kinofilm basiert, zugegebenermaßen Kinder ihrer Zeit. Dank Arnie, Carl Weathers, Dolph Lundgren, Sly, Bill Duke und vieler anderer Darsteller waren die Achtziger Actionfilme mit gestählten Körpern gesättigt. Die Plastikfiguren trieben diese Optik halt auf die Spitze. Kurz und gut: man konnte diesen Kappes schlicht nicht ernst nehmen, und besser als realistisches Militärspielzeug war es allemal. Die MotU Serie war im Grunde nur eine Vermarktungsstrategie von Mattel. Sie bot zumindest einen losen erzählerischen Rahmen für die Kinder, die ihre Eltern in den Spielwarenladen scheuchen sollten. Man könnte sagen, dass sich Ma...