High-Concept beschreibt eine Filmidee, die sich kurz und prägnant in einem Satz zusammenfassen lässt. Dadurch lassen sich diese Ideen sehr einfach pitchen. Tiefgehende Charakterentwicklungen oder eine komplexe Handlung stehen einer spannenden, visuell interessanten Umsetzung der simplen Grundidee hintan. Ein Cop bekämpft an Weihnachten Terroristen in einem Hochaus. oder Agenten einer geheimen intergalaktischen Einreisebehörde versuchen die Existenz von Aliens geheim zu halten. wären solche Ideen. Im besten Fall fängt der Titel des Films das zugrundeliegende Konzept ebenfalls ein. Jaws , Ghostbusters oder Nightmare on Elm Street wären Beispiele hierfür. Natürlich existiert auch ein Gegenstück zu dieser Prämisse. Der Low-Concept-Film will die Zuschauenden vor allem über Charakterentwicklungen, atmosphärischen Aufbau und thematischen Tiefgang fesseln. Matt Reeves letzter Eintrag in das Batman Franchise wäre ein Beispiel für Low Concept. Während man einwenden kann,...
So etwa ab Mitte der Zwanzigzehner Jahre begann in den USA ein Shift in der Produktion von Fortsetzungen bekannter Franchises, die vor allem eins gemeinsam haben: Dekonstruktion und mutwilliges Herumtrampeln auf dem Originalmaterial. Quasi als verhöhnende Entschuldigung wurden gleichzeitig die Memberberries-Maschinengewehre durchgeladen und abgefeuert. "Sehet die Dinge, die ihr von früheren Tagen kennt! Jetzt liebet unsere Darreichungen zu euren kulturellen Favoriten!" Dazu zähle ich unter anderem Star Wars, Star Trek, Doctor Who, Alien, Ghostbusters, The Witcher oder auch Umbrella Academy . Die beiden Letztgenannten gab es zuvor nur in Form von Büchern und Videospielen bzw einer sehr kurzen Comicbuchreihe. Das Prinzip war hier aber das Gleiche. Zur Beantwortung der Frage nach dem Warum kann ich nur Spekulieren. Obwohl hier und dort immer wieder Ansätze interessanter Ideen hervorlugen, vermute ich eine Mischung aus folgenden Zutaten: Unkenntnis der Vorlage bzw Unvers...