Wenn Schafe eines nicht besonders gut können, dann ist es das Verarbeiten von Stressfaktoren. Anstatt zu Lernen mit der Situation umzugehen oder eine Lösung für ein Problem zu entwickeln, haben sie eine gänzlich andere Copingstrategie. Sollten sie etwas Verstörendes oder Traumatisches erleben, können sie sich bewusst dazu entscheiden die Erfahrung zu vergessen. Da sie in Herden leben, führen sie diese Fähigkeit daher im Kollektiv aus. Bevor jemand die Männer mit den weißen Jäckchen ruft, um mich abholen zu lassen: die Schafe im Film Glennkill sind zur gezielten Partielldemenz in der Lage. Regisseur Kyle Balda liefert mit dem Schafskrimi seinen ersten Realfilm ab. Anhand der hohen Qualitat der animierten Tiere erkennt man seine Herkunft aus der Animationsschmiede Illumination (Minions, Der Lorax, Super Mario Bros. Movie). Die Erfahrungen, die er dort gemacht hat, werden bei der Adaption der Buchvorlage aus der Feder von Leonie Swann hilfreich gewesen sein. Tech...
Das Verhalten von Kindern kann uns Erwachsenen immer wieder aufs neue Rätsel aufgeben. Ihre Gehirne scheinen Apparaturen zu sein, die in erratischen Abständen das Verhalten randomisiert anpassen. Man weiß nie genau was als nächstes passiert. Meist ist es eher amüsant, manchmal muss man in Hektik ausbrechen, um Eigenverletzungen zu verhindern. Da kleine Kinder die meiste Zeit über ohnehin nicht ernst genommen werden, machen wir Erwachsenen uns selten weitere Gedanken über ihr aktuelles Verhalten. Ich kann jedoch verstehen, warum diese schwer einschätzbaren Wesen den einen oder anderen Zeitgenossen auch ein wenig gruseln können. Nicht umsonst sind Kinder immer wieder Bestandteil oder Ursache des Horrors in Geschichten. Alma lehrte uns in Monolith Productions (R.I.P. an dieser Stelle) F.E.A.R. das Fürchten. Damien Thorne und Regan McNeil sind die handlungstreibenden Figuren der Klassiker Das Omen und Der Exorzist . Das Kind Carol Anne ermöglichte in Poltergeist dem Monster ver...