Jajaja, mordsmäßiger Joke, ich weiß. Den hat noch niemand gebracht, wenn es um Mark Nelvedins und Brian Taylors Brainrot-Actionfilmduett Crank geht. Zweitausendsechs und Neun kamen die ersten beiden Teile einer nie vollendeten Trilogie ins Kino, um die Zuschauenden auf High-Speed am Nasenring durch die Manege zu schleifen. Hach, es ist tragisch, dass wir nie das Ende dieser unglaublich epischen Handlung erleben werden. Öhm, worum ging es eigentlich nochmal? Chev Chelios ist ein Profikiller, der sich mit den Falschen angelegt hat. Soweit so passend für das Jason Statham Portfolio aus ehemaligen Söldnern, Agenten und Freizeit-Ein-Mann-Armeen, die ihre Superkräfte mit dem Seepferdchenabzeichen beim DLRG, dem Verlaufen im Wald mit den Pfadfindern, dem Durchführen einer Rochade im Schachclub oder beim Mixen eines London Mule bei den Anonymen Knochenbrechern erworben haben. Irgendwie ist es passend, dass er sich bereits vor zwanzig Jahren selbst parodiert hat, also bevor er ein Klischee...
Die zwischen 2009 und 2014 veröffentlichte Känguru Trilogie von Marc Uwe Kling hab ich vor über einer Dekade in der Hörbuchfassung konsumiert und ehrlich gesagt auch sehr genossen. Das Konzept und die Geschichten waren erfrischend anders, gegen den Strich gebürstet, anarchisch und prangerten auf unterhaltsame Weise Missstände im System an. Insbesondere neoliberale Player und Strukturen wurden pointiert aufs Korn genommen. Also der Sauhaufen, der uns die aktuellen Probleme zum wesentlichen Teil mitbeschert haben. Nebenher konnte man sich aus den unterhaltsamen Geschichten sogar das eine oder andere mitnehmen. 2018 wurde ein vierter Band, die Känguru Apokryphen nachgeschoben. Den hatte ich ausgelassen, da die eigentliche Geschichte auserzählt war und ich wenig Lust auf einen Band voller B-Sides hatte, mit dem man noch ein bisschen Geld aus den Taschen leiern wollte. Wirkte halt wie ein posthum veröffentlichtes Album, das nie vollendet worden war. Unlängst wurde die Känguru Reb...