Die Masters of the Universe Actionfiguren sind ein Testosteron durchtränkter Designalbtraum. Bei derart massiv ausgeprägten Muskelgruppen sollte ein Mensch nicht mehr in der Lage sein sich auch nur einen Millimeter in irgendeine Richtung zu bewegen, ohne sich dabei selbst zu behindern. Nun sind die Figuren und die Animationsserie (1983-1984), auf denen der aktuelle Kinofilm basiert, zugegebenermaßen Kinder ihrer Zeit. Dank Arnie, Carl Weathers, Dolph Lundgren, Sly, Bill Duke und vieler anderer Darsteller waren die Achtziger Actionfilme mit gestählten Körpern gesättigt. Die Plastikfiguren trieben diese Optik halt auf die Spitze. Kurz und gut: man konnte diesen Kappes schlicht nicht ernst nehmen, und besser als realistisches Militärspielzeug war es allemal. Die MotU Serie war im Grunde nur eine Vermarktungsstrategie von Mattel. Sie bot zumindest einen losen erzählerischen Rahmen für die Kinder, die ihre Eltern in den Spielwarenladen scheuchen sollten. Man könnte sagen, dass sich Ma...
Das tschechische Entwicklerstudio Amanita Design hat wieder zugeschlagen. In Werken wie Samorost, Machinarium, Botanicula, Pilgrims oder Happy Game haben die kreativen Köpfe bereits mehrfach ihre Liebe zu außergewöhnlichen Grafikstilen zur Schau gestellt. Ästhetisch interessant, aber immer ein wenig gegen die Sehgewohnheiten gebürstet, stechen ihre Spiele bereits auf Screenshots heraus. Mit ihrem neusten Wurf Phonopolis haben sie sich jedoch selbst übertroffen. Alle Elemente der Figuren und Sets wurden aus Pappe und Papier gebastelt, bemalt und gescannt, um eine verschachtelte, surreale, aber auf Effizienz getrimmte und daher freudlose Stadt zu erschaffen. Dabei speist sich der Look aus verschiedenen avantgardistischen Stilrichtungen wie Kubofuturismus , Suprematismus und Konstruktivismus . Dadurch entstand eine auf wundervolle Weise haptisch wirkende Welt, die faszinierend, putzig und schrecklich zugleich ist. Die Stadt Phonopolis wurde mit mehr Lautsprechern...