Das tschechische Entwicklerstudio Amanita Design hat wieder zugeschlagen. In Werken wie Samorost, Machinarium, Botanicula, Pilgrims oder Happy Game haben die kreativen Köpfe bereits mehrfach ihre Liebe zu außergewöhnlichen Grafikstilen zur Schau gestellt. Ästhetisch interessant, aber immer ein wenig gegen die Seegewohnheiten gebürstet, stechen ihre Spiele bereits auf Screenshots heraus. Mit ihrem neusten Wurf Phonopolis haben sie sich jedoch selbst übertroffen. Alle Elemente der Figuren und Sets wurden aus Pappe und Papier gebastelt, bemalt und gescannt, um eine verschachtelte, surreale, aber auf Effizienz getrimmte und daher freudlose Stadt zu erschaffen. Dabei speist sich der Look aus verschiedenen avantgardistischen Stilrichtungen wie Kubofuturismus , Suprematismus und Konstruktivismus . Dadurch entstand eine auf wundervolle Weise haptisch wirkende Welt, die faszinierend, putzig und schrecklich zugleich ist. Die Stadt Phonopolis wurde mit mehr Lautsprechern...
Lautes Gepolter und Wehklagen schallt des Nächtens durch das Heim des greisen Antonio Salieri (F. Murray Abraham). Seine Diener eilen, zur späten Stunde aufgeschreckt, zu den Gemächern und finden ihn in seinem eigenen Blut liegend. Salieri wollte mit einem Schnitt in die Halsschlagader Selbstmord begehen. Sofort wird er ins Spital transportiert, von wo er wenige Tage später ins Irrenhaus verlegt wird. Ein Priester besucht ihn dort, um ihm die Beichte abzunehmen. Immerhin wussten die Diener zu berichten, dass er sich selbst mehrfach und lauthals des Mordes an Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) bezichtigt hatte, bevor er das Rasiermesser ansetzte. Antonio Salieri jedenfalls ist endlich bereit sich seiner Selbst zu stellen und der Priester wird zuhören müssen ... Biopics, insbesondere die über Musiker, erfreuen sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Ich finde sie meist äußerst fade - sogar wenn mir die Musik gefällt. Bohemian Rapsody konnte zwar mit der Musik von Queen aufwarten...