Auch wenn sich die Lebensjahre langsam aber sicher bedrohlich aufeinander stapeln, wird die Liste der ungesehenen Filme nicht kürzer. Also keine Müdigkeit vorschützen: heute begeben wir uns zum Ende der Ära des New Hollywood und nehmen Michael Manns ersten Kinofilm Thief (dt. Der Einzelgänger) von 1981 in Augenschein. Frank (James Caan) saß über eine Dekade ein. Zunächst zwei Jahre wegen eines Raubüberfalls, bei dem er die unglaubliche Summe von vierzig Flocken erbeuten konnte, dann nochmal zusätzliche neun Jahre für einen Totschlag aus Notwehr, den er im Knast beging. Diesem Mann ist nichts geschenkt worden und er ist immer dann am besten dran gewesen, wenn er einfach nur existierte. Damit ist der Zustand gemeint, in dem es ihm egal ist, ob er tot oder lebendig ist, weil er dann nichts mehr zu verlieren hat. Nun in Freiheit wünscht er sich ein bürgerliches Leben mit Frau und Kind, aber frei von finanziellen Sorgen. Diesen Traum beginnt er nach seiner Entlassung in die Tat u...
... The Big Door Prize... Himmelarschundzwirn! Es gibt Namen, die man sich nicht in Erinnerung rufen kann, selbst wenn das eigene Leben davon abhinge. Hielte man mir eine Pistole an die Stirn und würde verlangen den Namen der belanglosesten Bewegtbildproduktion zu nennen, die ich 2025 gesehen habe, ich würde sagen: "Drück ab! Das wird nix mehr." Kein Scherz! Ich musste den Namen zunächst nochmal in der Suchmaschine finden, nur um gerade eben erneut zur ersten Zeile dieses Textes zu schielen, weil ich mir bereits nicht mehr sicher war. Funfact am Rande: während ich am Text arbeitete, kam meine Frau kurz rein und wollte wissen, um was es diesmal gehen würde. "Die Chris O'Dowd Serie, die wir geschaut haben." , antwortete ich ihr, worauf sie die Stirn in Falten zog und beim Rausgehen meinte, dass sie sich den Titel der Show Null merken kann. Immerhin bin ich nicht allein mit dem Problem. Das finale Verdikt habe ich bereits gespoilert, also schleichen wir direkt zu...